Kantersieg in Unterzahl
Rubrik: Topnews , SpielberichtVon: Urs Arnold
Fussball, 3. Liga Gruppe 1: FC Küssnacht – FC Hünenberg 7:1 (2:1)

Müller gewinnt erneut einen Zweikampf.

Während die Spieler sich bei Schiedsrichter Liniger beschweren, verlässt Goalie Schweizer nach seinem Platzverweis das Feld.

Ducrey interveniert hartnäckig gegen Baumann.
Ein desolater FC Hünenberg machte es dem FC Küssnacht sehr leicht, den neunten Saisonsieg einzufahren. Nicht mal ein früher Platzverweis von Goalie Schweizer konnte die Rigidörfler stoppen.
Acht Tore, eine rote Karte und zwei Penaltys: Es war so einiges los an diesem kalten Samstagabend im Luterbach. Der FC Küssnacht zeigte dabei, dass er für die 2. Liga reif ist. Nicht nur wurden die Chancen kaltblütig verwertet; durch eine clevere Umorganisation konnte die Unterzahl neutralisiert werden.
Bevor aber der FC Küssnacht umdisponieren musste, lag er bereits 2:0 in Front. Gisler und Spaqi hatten für die Heimmannschaft nach etwas mehr als zwanzig Minuten getroffen. Es schwante einem Böses für den Gegner, der ein sehr lapidares Abwehrverhalten an den Tag legte. Doch dann wurde in der 23. Minute Perkola lanciert und lief alleine auf FCK-Goalie Schweizer zu. Der intervenierte hart, traf dabei Ball und Gegner. Schiedsrichter Liniger entschied auf Notbremse mit der roten Karte und einem Penalty als Konsequenz. Schweizer wurde durch Marty ersetzt, als Feldspieler verliess Ducrey den Platz. Beim anschliessenden Penalty war der neue Goalie chancenlos.
Bajrami verschiesst Penalty
Für kurze Zeit sah es dann danach aus, als ob der FC Hünenberg die Partie umbiegen könnte. Die Küssnachter waren verunsichert und hatten grosse Mühe, den Tritt zu finden und sich mit der Situation zu arrangieren. Ein Tor von Baumann wurde in dieser Phase glücklicherweise wegen Abseits nicht gegeben. Mit viel Glück überstand der FC Küssnacht die Druckphase, die sich gegen Ende der ersten Halbzeit jedoch merklich abschwächte. In der 40. Minute hätte er sogar den Vorsprung erhöhen können. Gisler wurde mittels Textilbremse im Strafraum gestoppt. Bajrami scheiterte mit seinem unplatzierten Schuss jedoch an Goalie Mollo.
Für die zweite Halbzeit brachte das Trainergespann Birrer/Wiget Petruccelli für Bajrami, was sich als matcheintscheidende Einwechslung herausstellte. Sofort brachte Petruccelli mit seiner Schnelligkeit und seinem Biss Leben ins Küssnachter Spiel. Es dauerte gerademal drei Minuten, da konnte Arnold nach einer sehenswerten Stafette über die Stationen Spaqi, Meyer und Gisler das 3:1 markieren.
Zerfallserscheinungen beim FC Hünenberg
Zur Überraschung der Zuschauer war der FC Küssnacht nun noch spielbestimmender als anfangs der ersten Halbzeit. Der zahme FC Hünenberg kam kaum mehr zum gegnerischen Sechzehner und zeigte hinten trotz Überzahl Zerfallserscheinungen. Spaqi, Gisler, Meyer und zuletzt auch Petruccelli schraubten das Skore bis zum Ende auf 7:1 hoch. „Ich hatte keine Angst, dass wir das Spiel nicht gewinnen“, sagte Trainer Urs Birrer nach dem Match. „Aber natürlich mussten wir reagieren auf die Unterzahl. Bajrami ist ein eher offensiv ausgerichteter Mittelfeldspieler, deshalb brachten wir Petruccelli. So stärkten wir das defensive Mittelfeld und schufen wieder Ordnung.“
Birrer liess die gleiche Mannschaft wie in Rotkreuz auflaufen, mit Ausnahme des verletzten Hoti. „Das hatten sie verdient, hatten sie doch in dieser Konstellation sehr gut gespielt. Ausserdem konnte Shala diese Woche nicht trainieren, und Petruccelli war verletzt.“ Länger wird Birrer auf Hoti verzichten müssen. Die genaue Diagnose gab es am Donnerstag: Nicht das Aussenband, sondern das Kreuzband hat sich der Spieler in Rotkreuz gerissen.
FC Küssnacht – FC Hünenberg 7:1 (2:1)
Sportanlage Luterbach. – 75 Zuschauer. – SR: Liniger. – Tor: 13. Gisler 1:0. 21. Spaqi 2:0. 26. G. Simsek 2:1. 48. Arnold 3:1. 59. Spaqi 4:1. 65. Gisler 5:1. 79. Meyer 6:1. 82. Petruccelli 7:1. – FC Küssnacht: Schweizer; Arnold, Müller, Rössler, Gjuraj; Bajrami (46. Petruccelli), Meyer, Minelli, Ducrey (23. Marty); Spaqi (74. Shala), Gisler. – FC Hünenberg: Mollo; Tosun (55. Sesar), Baumann, Josic (73. Gisler), G. Simsek; Baumann, Andermatt, Wyss, Alcantara; Perkola, D. Simsek. – Bemerkungen: 23. Platzverweis Schweizer. Verwarnungen: 43. Gelb Rössler (Foul). 81. Shala (Ball wegschlagen). 84. D. Simsek (Foul). 40. Unverwerteter Foulpenalty Bajrami.
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